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Corona - Selbsttests für die Kitas


Auch Kinder können an Covid-19 erkranken und das Virus weitergeben. Durch Testungen können Infektionen erkannt und Infektionsketten rasch unterbrochen werden. Deshalb sind, neben den Testungen an Schulen, auch die Tests von Kindergartenkindern ein wichtiger Baustein zur Bekämpfung der Corona-Pandemie.

Für die Kindertageseinrichtungen in Baden-Württemberg wurde eine Teststrategie des Landes zwar angekündigt, sie ist aber – im Gegensatz zu den Testungen bei den Schulen – noch nicht vom Land beschlossen.

Bis zum Vorliegen einer landesweit geltenden Regelung geht die Stadt Waiblingen in Vorleistung. Sie hat für Kindertageseinrichtungen eine Vorgehensweise erarbeitet, wonach Kita-Kinder in Kürze zwei Mal wöchentlich mit leicht anwendbaren Tests getestet werden. Von Seiten der kirchlichen und freien Träger wurde Bereitschaft für eine einheitliche Vorgehensweise in der Stadt signalisiert.

Die freiwilligen Tests sollen im vertrauten Umfeld des Elternhauses stattfinden, zwei Mal wöchentlich, bevor die Kinder die Kita besuchen. Das Testergebnis wird seitens der Eltern bescheinigt.

  • Kindgerechte „Lolly-Tests“ und „Spuck-Tests“

Die Marktnachfrage nach Tests ist derzeit groß. Der Stadt konnte dennoch innerhalb kurzer Zeit 25.000 „Lolly-Tests“ und 25.000 „Spuck-Tests“ für Kitakinder ordern. Die 50.000 Tests trafen am Freitag, 16. April, bei der Stadt ein.

Oberbürgermeister Andreas Hesky: „Die Erfahrungen und Rückmeldungen der letzten Wochen aus den Schulen zeigen, dass die meisten Schülerinnen und Schüler mit den Selbsttests gut zurecht kommen. Um möglichst umfangreich testen zu können, ist es uns wichtig, dass die Tests auch für jüngere Kinder und deren Eltern handhabbar sind. Die Stadt Waiblingen hat geeignete Tests beschafft und kann die Kitas damit versorgen“.

Mehr Tests bieten mehr Sicherheit und tragen dazu bei, dass die Kitas geöffnet sein können, um den Kindern die gewohnten Betreuungsmöglichkeiten zu bieten, und damit auch ein Stück „Normalität“.

„Der Dank gilt allen Beschäftigen in den Kitas, die sich sehr engagieren, damit umfangreich getestet werden kann. Es ist zu hoffen, dass die Eltern ihre Kinder testen lassen und sie bei den Tests unterstützen. Nur durch Verantwortungsbewusstsein, Umsicht und gemeinsames Handeln kann die Pandemie bekämpft werden“, so Oberbürgermeister Hesky.

Einige Fragen der Kostenregelung für die Kita-Testkits sind von Bund und Land noch nicht geklärt. Die Stadt geht auch hier in Vorleistung und stellt, im Sinne einer einheitlichen Vorgehensweise, auch den Kitas in kirchlicher und freier Trägerschaft bei Bedarf die Tests zur Verfügung. Es bleibt zu hoffen, dass die noch ausstehenden Regelungen des Bundes und des Landes bald getroffen werden.

Unterschiedliche Testvarianten sind derzeit im Gespräch und in den Medien, jedoch nicht alle haben eine Zulassung für die sogenannte „Laientestung“. Für die Stadt war es selbstverständlich, nur zugelassene Tests zu beschaffen, denn nur diese sind für die Tests der Kinder zu Hause, ob mit oder ohne Unterstützung der Eltern, geeignet.


Wappen des Stadtteil Hegnach